Lärmbelästigung und Ruhestörung

Ärger mit den Nachbarn vermeiden

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt" – das wusste schon Friedrich Schiller. An dieser alten Wahrheit hat sich bis heute nichts geändert. Wenn ein klärendes Gespräch nicht hilft, kann es sinnvoll sein, die Polizei oder das Ordnungsamt einzuschalten.

Ruhezeiten einhalten
Nicht alles, was Sie subjektiv als Ruhestörung empfinden, kann auch rechtlich geahndet werden. Insbesondere tagsüber müssen vielerlei Lärmquellen akzeptiert werden. Für die Nachtruhe gibt es jedoch eindeutige Regelungen. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr muss Ruhe herrschen. Wenn Ihr Nachbar trotzdem viel zu laut feiert oder die Stereoanlage bis zum Anschlag aufgedreht hat, können Sie ihn wegen Ruhestörung anzeigen. Sie haben die Möglichkeit, die Polizei zu rufen, die den Nachbarn in der Folge auffordert, die Ruhestörung zu unterlassen. Alternativ können Sie eine Lärmanzeige beim Ordnungsamt erstatten.

Störung durch zu laute Nachbarn
Der Fernseher, die Waschmaschine oder das Instrument können für Nachbarn zu einem Problem werden, wenn sie zu laut sind. Gesetzlich festgelegte Ruhezeiten gibt es zwar nicht, aber entsprechende Regeln sind in der Hausordnung festgelegt und daran muss sich jeder Mieter halten.
Bei Kindern müssen Nachbarn generell mehr Lärm in Kauf nehmen. Je kleiner die Kinder, desto lauter dürfen sie sein.
Mietminderung bei Ruhestörung
In manchen Fällen andauernder Lärmbelästigung kann eine Mietminderung berechtigt sein. Bevor Sie als Mieter deshalb jedoch einen Teil der Miete einbehalten, müssen Sie zunächst Ihren Vermieter, die Stadtbau Glauchau, informieren. Die Mängelanzeige sollte schriftlich erfolgen.

Lärmprotokoll als Nachweis
Neben der Mängelanzeige bitten wir Sie um Anfertigung eines Lärmprotokolls. Es wird vor allem bei einem möglichen gerichtlichen Verfahren als Beweisgrundlage benötigt. Das Lärmprotokoll soll die Ruhestörung genau dokumentieren. Hier schreiben Sie die auftretenden Ruhestörungen nieder, wobei Datum, Uhrzeit, Dauer der Belästigung, Art der Störung (Musik, Schreien) und Lautstärke eingetragen werden müssen. Falls anwesend, sollten Zeugen den Eintrag ins Protokoll mit ihrer Unterschrift bestätigen.

Der beste Schutz vor solchen Ärgernissen mit den Nachbarn ist aber nach wie vor gegenseitige Rücksichtnahme.

Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Sommer!

Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH -
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der Stadtbau und Wohnungsverwaltung GmbH Glauchau
sowie der Großen Kreisstadt Glauchau