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Glühlampe, Energiesparlampe oder LED?

Wer ein altes Leuchtmittel durch ein neues, effizienteres ersetzen möchte, stößt oft auf eine Vielzahl von Möglichkeiten. Während es früher bei der Glühlampe allein auf Leistung (Watt), Sockel und Lampenform ankam, so muss man heute für die Feinabstimmung Lumen (Lichtausbeute) und Kelvin (Lichtfarbe) berücksichtigen.

 

Was ist also zu beachten?

➊ Die Lichtausbeute einer Lampe wird mit Lumen angegeben. Je höher diese Zahl ist, umso heller die Lampe. Moderne Leuchtmittel, wie LEDs und Energiesparlampen, können bei deutlich geringerer Leistung als Glühlampen (Watt-Zahl), sehr hell leuchten – und damit den Stromverbrauch senken. Wir haben eine Tabelle erstellt, die die Auswahl und Vergleichbarkeit erleichtern soll. Auf Basis der Leistung in Watt kann man bei allen Leuchtmitteln auch die Lichtausbeute in Lumen erkennen

➋ Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben und sagt aus, ob das Licht warm oder kalt erscheint. 3.300 bis 5.300 K gelten als neutraler Bereich. Unter 3.300 wird es gemütlich, über 5.300 entsteht eine sachliche Arbeitsatmosphäre (siehe Zeichnung). Soll die neue LED die gleiche Lichtfarbe haben wie die alte Glühlampe, sollte man 2.800 Kelvin (warmweiß) wählen. Die Wahl der Lichtfarbe wirkt sich bei LEDs auch auf die Lichtausbeute aus. Bei warmweißen LEDs ist diese etwas geringer.

➌ Auch der Sockel bzw. die Fassung, in die das Leuchtmittel gedreht werden soll, muss richtig gewählt werden. Man sollte nachschauen, welche Fassung die alte Lampe hat und danach die neue auswählen. Die gängigsten Fassungen sind nach wie vor E14, E27, GU4, GU5.3 und GU10.

➍ Schließlich kann man zwischen matten und transparenten sowie dimmbaren und nicht dimmbaren Leuchtmitteln wählen. Anders als bei Glühlampen sind nicht alle LEDs dimmbar.

➎ Außerdem gibt es bei LED-Lampen verschiedene Ab­strahlwinkel: Je größer der Abstrahlwinkel ist, desto größer ist auch der Lichtkegel. Zur Ausleuchtung von Wohnräumen wird ein Abstrahlwinkel von 120 Grad empfohlen, für Wege 90 Grad und zum Anleuchten eines einzelnen Objekts 15 Grad.

Beispiel: Wer eine 60 Watt Glühlampe ersetzen will, der kann auf eine 9 Watt LED zurückgreifen und erreicht bei beiden eine Lichtausbeute von ca. 700 Lumen. Die angegebenen Werte sind Richtwerte und keine 100% präzise Darstellung. Je nach Art und Ausführung des Leuchtmittels können die Werte abweichen.

Abschließend ist zu erwähnen, dass der Formenvielfalt keine Grenzen gesetzt sind und man aus vielen verschiedenen Modellen wählen kann. Hat man die vorangegangenen Punkte beachtet, sollte bei der Wahl des richtigen Leuchtmittels nichts mehr schiefgehen.

Vor- und Nachteile verschiedener Leuchtmittel

  • Lebensdauer: Klassische Glühlampen leuchten bis zu 1.000 Stunden, Energiesparlampen bis zu 20.000 Stunden, LEDs sogar bis zu 50.000 Stunden.
  • Energieeffizienz: Herkömmliche Glühlampen erreichen die Energieeffizienzklassen D bis G, Energiesparlampen A, LEDs sogar die Klassen A+ und A++.
  • Lichtausbeute: Eine Energiesparlampe hat eine fünfmal höhere Lichtausbeute als eine Glühlampe, die LED schneidet nochmals um 30% besser ab.
  • Anschalten: Energiesparlampen benötigen in der Regel etwas Aufwärmzeit, bevor sie richtig hell leuchten, LEDs erstrahlen sofort in hellem Licht.
  • Energiesparlampen enthalten Quecksilber und müssen fachgerecht entsorgt werden. Zerbrechen sie oder werden undicht, besteht Gefahr für die Gesundheit.
    Die entstehenden Dämpfe dürfen nicht eingeatmet werden, der Raum muss verlassen und für 30 bis 60 Minuten gelüftet werden.
  • Verbrennungsgefahr: Glühlampen und Halogenleuchtmittel werden sehr heiß.
  • LED-Lampen sind ungefährlich.

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