Eine Ägypterin im Waldenburger Museum

Shep-en-Hor war ihr Name. Sie kam aus Theben, nahe dem heutigen Luxor. Ihr Alter von 2.600 Jahren lässt vermuten, dass es sich hierbei um die ägyptische Mumie handelt, die heute im Naturalienkabinett des Museums Waldenburg ausgestellt ist.
Shep-en-Hor war eine junge Frau. Als sie starb, war sie lediglich 17 bis 20 Jahr alt. Die Todesursache ist bislang unklar. Auch das im Museum gezeigte Röntgenbild verrät nichts über ihr Ableben. Zahlreiche Hieroglyphen schmücken den Sarkophag, genauso wie die Abbildungen der Göttinnen Isis und Nut, der Götter Thot und Horus, die man auf der Oberseite findet. Das sogenannte Totengericht zeigt, wie Shep-en-Hors Herz auf einer großen Waage abgewogen wird, denn nach den Vorstellungen der ägyptischen Mythologie entschied sich mit dem Ausgang des Totengerichts die Reise in das Jenseits.

Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg (1785-1859) kaufte die Mumie als Einzelstück von einem Leipziger Privatmann, um sie dann in seinem 1840 gegründeten Naturalienkabinett auszustellen.
Im Zuge der Restaurierungsmaßnahmen am Naturalienkabinett konnte die Mumie konservatorisch behandelt werden. Die vom Restaurator des Ägyptischen Museums in Leipzig ausgeführten Konservierungsmaßnahmen wurden nötig, da sich die Leinenbinden der Wicklungen langsam lösten. Bei der Gelegenheit wurden die an den Innenseiten des Sarkophags aufgemalten Hieroglyphen dokumentiert und fotografiert. Im Rahmen einer Magisterarbeit der Universität Leipzig werden diese nun übersetzt und ausgewertet.
Vielleicht lüftet sich damit das ein oder andere Geheimnis der Ägypterin Shep-en-Hor.

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Öffnungszeiten des Naturalienkabinetts:
Di - Fr. 9:00 - 16:00 Uhr
Sa | So | Feiertag 9:30 - 17:00 Uhr
Während der Schulferien in Sachsen (11.7.-19.8.2011)
auch montags geöffnet.

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