Die Geschichte

der Strom- und Gasversorgung in Glauchau

(Teil 3)

Im April 1925 wurde die Überlandwerk Glauchau AG gegründet. An der Gesellschaft waren die Stadtgemeinde Glauchau (41,7 %), die AG Sächsische Werke Dresden (39,6 %), die Energie AG Leipzig, Markleeberg (16,6 %) sowie die Stadtgemeinde Waldenburg (1,7 %) beteiligt. Zum - durch das Gesetz geforderten - fünften Aktionär wurde Fürst Günther von Schönburg-Waldenburg (0,4 %) durch die Überlassung des Grundstückes an die staatliche Wasserkraft.

In den darauffolgenden Jahren wuchs der Bedarf an Strom in Glauchau stetig. Grund dafür waren einerseits die vielen elektrischen Haushaltsgeräte, die in den Haushalten angeschafft und auch direkt von den Überlandwerken verkauft wurden. Eine weitere Ursache des steigenden Strombedarfes waren die umfangreichen Aufklärungsarbeiten für Hausfrauen zum Thema „elektrisch kochen". Zusätzlich entwickelte sich mit der elektrischen Schaufenster- und Lichtreklame auch in Glauchau ein neues Absatzgebiet auf dem Strombelieferungsmarkt.
Durch die Einführung eines Grundgebührensystems und eines Teilzahlungsverfahrens für die Haushaltsgeräte förderten die Überlandwerke zunehmend die Anzahl der Stromabnehmer in den privaten Haushalten und in der Landwirtschaft. Der Stromverbrauch wurde nicht mehr pauschal bemessen, sondern mit 60 bzw. 50 Pfennig pro Kilowattstunde berechnet. Außerdem wurden von dem Unternehmen eine Staffelung in verschiedene Tarife und die Entrichtung einer Grundgebühr für den Strombezug eingeführt. Somit konnte die Glauchauer Bevölkerung die Höhe ihrer persönlichen Stromkosten selbst bestimmen.

Mit der steigenden Akzeptanz des elektrischen Stroms sank die jährliche Gesamtabgabe des Gases der mittlerweile stadteigenen Gasanstalt von Jahr zu Jahr. 1924 wurden in dem Glauchauer Betrieb, nachdem ein wiederholtes Angebot der Stadt Zwickau für die Versorgung mit Ferngas abgelehnt wurde, neue Kaminöfen angeschafft. Durch die Sanierung war es möglich, die Wirtschaftlichkeit der Gaserzeugung um 25 Prozent zu erhöhen. Spezielle Werbe- und Aufklärungsmaßnahmen sorgten zusätzlich dafür, dass die Akzeptanz des Gases als Koch- und Heizstoff in den Haushalten und der Industrie wieder gesteigert werden konnte.

Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH -
ein Unternehmen der Überlandwerke Glauchau GmbH

in Zusammenarbeit mit
der Stadtbau und Wohnungsverwaltung GmbH Glauchau
sowie der Großen Kreisstadt Glauchau