Sternsinger im Bundestag

„Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“

Zum 54. Mal waren wieder bundesweit etwa 500 000 Mädchen und Jungen aus 27 Bistümern in Gewändern der Heiligen Drei Könige unterwegs, um Spenden zu bitten für Kinder in ärmeren Ländern.

Die Sternsinger-Aktion ist die größte Aktion, in der sich Kinder mit Kindern der „Einen Welt" solidarisch zeigen; in der Kinder daraufhinweisen, daß sie sich gegen Verletzungen von Kinderrechten wehren. Sie sammeln Geld für Projekte - in diesem Jahr ist das Beispielland Nicaragua -, mit denen die Lebensqualität durch z.B. Bildung und Gesundheitswesen verbessert werden soll. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk und der Bund der Katholischen Jugend. Auch in Glauchau sind seit 10 Jahren die Sternsinger unterwegs. Kinder aus St. Marien (katholisch) und St. Georgen (evangelisch) besuchten Haushalte in Glauchau, Lobsdorf und Niederlungwitz, sowie verschiedene Altenheime. Neben dem Vortragen von Liedern und Sprüchen schreiben sie den Segen Gottes an die Haustüren: 20*C+M+B+12 ( Christus mansionem benedicat - Der Herr segne dieses Haus ).

Aus jedem der 27 Bistümer lädt die Bundeskanzlerin Frau Merkel jedes Jahr eine Gruppe Sternsinger zum Empfang ins Bundeskanzleramt ein. Um an dem Losverfahren teilzunehmen, hatte man ein Kreuzworträtsel zu lösen. Dass gerade wir Glauchauer das „große Los" zogen, nicht nur nach Berlin fahren zu dürfen, um am Empfang teilzunehmen, sondern auch noch um den Segen der Kanzlerin persönlich zu überbringen und ihre Spende in Empfang zu nehmen, war sensationell. Das Auswendiglernen von neuen Liedern und Versen war für unser Team Magdalena Rausch, Johanna Breitenbach, Raphael Böhm und Toni Böhm eine leichte Übung. Wir fuhren mit dem Zug nach Berlin und übernachteten im Jugendgästehaus mit all den anderen Sternsingern aus ganz Deutschland, denn abends mußte der Ablauf für den großen Auftritt noch geübt werden. Die Anspannung und Aufregung war groß.

Am nächsten Morgen brachten uns Busse der Bundespolizei zur Kirche St. Ansgar, wo ein Gottesdienst stattfand, danach zum Bundeskanzleramt. Nachdem die Sternsinger sich umgezogen und aufgestellt hatten, kam die Bundeskanzlerin und begrüßte jede einzelne Gruppe. Sie hielt eine Ansprache und bedankte sich bei den Sternsingern für ihren Einsatz. Diese erfreuten die Kanzlerin mit ihren Liedern.
Danach begleiteten die vier Glauchauer Frau Merkel zum Weihnachtsbaum; sie sagten ihre Texte, nahmen die Spende entgegen und schrieben den Segen an die Wand. Endlich fiel die Spannung, alles hatte wunderbar geklappt! Die Kinder waren begeistert, bei diesem Ereignis dabeigewesen zu sein. So nah mit der Bundeskanzlerin zusammenzusein und mit ihr zu sprechen, war etwas ganz Besonderes und Einmaliges. So haben es auch die Glauchauer empfunden.

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Frau Ines List danken, ohne deren Einsatz und Organisation von Anfang an, wäre es gar nicht möglich gewesen, hier in Glauchau die Sternsingeraktion durchzuführen. Leider konnte sie in diesem Jahr krankheitsbedingt nicht dabeisein. Ebenfalls geht unser Dank an Herrn Winkler, der für die Sternsinger in Lobsdorf die Kontakte knüpft.

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